Ratgeber
Bodyguard buchen: So läuft ein Personenschutz-Auftrag ab
Wer zum ersten Mal einen Bodyguard engagiert, hat meist mehr Fragen als Antworten: Was muss ich erzählen? Wie schnell geht das? Was kostet es, und was steht im Vertrag? Dieser Beitrag beschreibt nüchtern, wie ein Personenschutz-Auftrag bei DV Company in Hamburg abläuft – vom ersten Anruf bis zur Nachbesprechung.
Unser Gründer Vadim Dischewski ist seit 2008 im Personenschutz tätig. DV Company arbeitet von Hamburg aus deutschlandweit und nach Absprache europaweit. Der Ablauf unten ist unser Standard. Im Einzelfall passen wir ihn an Ihre Lage an.
1. Das vertrauliche Erstgespräch
Alles beginnt mit einem Gespräch – telefonisch, per Video oder persönlich. Es ist kostenlos und unverbindlich. Wir behandeln alles, was Sie uns erzählen, vertraulich, auch wenn es am Ende nicht zu einem Auftrag kommt.
In diesem Gespräch klären wir:
- worum es geht (Termin, Reise, Veranstaltung, länger andauernde Situation),
- wer geschützt werden soll – Sie selbst, Familienangehörige oder Gäste,
- ob es einen konkreten Anlass gibt oder ob es um Vorsorge geht,
- welche Zeiträume und Orte betroffen sind.
Sie müssen nicht alles sofort wissen. Viele Klienten melden sich mit einem unguten Gefühl, nicht mit einem fertigen Plan. Genau dafür ist dieses Gespräch da.
2. Die Gefährdungsanalyse
Auf Grundlage des Gesprächs erstellen wir eine Gefährdungsanalyse. Wir fragen: Von wem oder was könnte eine Gefahr ausgehen? Wie wahrscheinlich ist sie? Wo sind die verwundbaren Momente – Ankunft, Ein- und Ausstieg, Wartezeiten, öffentliche Auftritte?
Daraus folgt, wie viel Schutz sinnvoll ist. Manchmal reicht ein einzelner Personenschützer als diskrete Begleitung. In anderen Fällen ist mehr Planung nötig. Wir empfehlen nicht mehr, als die Lage erfordert.
3. Der Einsatzplan
Steht die Einschätzung, planen wir den Einsatz konkret:
- Route und Ausweichroute: Wege, Fahrzeiten, Parkmöglichkeiten, alternative Strecken.
- Orte: Hotels, Veranstaltungsorte, Restaurants – Zugänge, Ausgänge, Wartebereiche.
- Kommunikation: wer wen wie erreicht, Codewörter, feste Ansprechpartner auf Ihrer Seite.
- Verhalten im Ernstfall: was passiert, wenn sich eine Situation verändert.
Bei Reisen und Begleitschutz fließen Flug- und Bahnzeiten ein. Für Kinder gibt es eigene Abläufe, etwa für den Schulweg – mehr dazu unter Begleitschutz für Kinder und Schutz für Familie und Kinder.
4. Der Kostenvoranschlag
Erst wenn klar ist, was gebraucht wird, nennen wir einen Preis. Als Richtwert gilt: Personenschutz ab 142,80 € pro Stunde inkl. MwSt. (120 € netto), mindestens 4 Stunden; ein Tagessatz (bis 10 Stunden) ab 1.428 € inkl. MwSt.
Verbindlich ist nur der schriftliche Kostenvoranschlag. Er berücksichtigt Dauer, Anzahl der eingesetzten Personen, Reisekosten und besondere Anforderungen. Was die Kosten beeinflusst, erklären wir ausführlich auf der Seite Was kostet Personenschutz?.
5. Vertrag und Vertraulichkeit
Vor dem Einsatz schließen wir einen schriftlichen Vertrag. Er regelt Leistungsumfang, Zeiten, Kosten und Zuständigkeiten. Auf Wunsch unterzeichnen wir zusätzlich eine Verschwiegenheitsvereinbarung (NDA).
Achten Sie bei jedem Anbieter darauf, dass das Unternehmen eine Erlaubnis nach §34a GewO besitzt und die eingesetzten Personen im Bewacherregister erfasst sind. Fragen Sie ruhig danach – ein seriöser Anbieter beantwortet das ohne Umschweife.
6. Der Einsatz
Am Einsatztag weiß Ihr Personenschützer, wo Sie hin wollen, wen Sie treffen und was Ihnen wichtig ist. Guter Personenschutz fällt wenig auf. Er schafft Abstand, beobachtet, plant voraus und greift nur ein, wenn es nötig ist.
Wichtig zu wissen: Private Sicherheitskräfte haben keine polizeilichen Befugnisse. Sie handeln im Rahmen der Jedermannsrechte, etwa Notwehr und Nothilfe (§32 StGB), Notstand (§34 StGB) oder das vorläufige Festnahmerecht (§127 StPO). Professioneller Schutz setzt daher vor allem auf Planung, Aufmerksamkeit und Deeskalation. (Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.)
7. Die Nachbesprechung
Nach dem Einsatz sprechen wir kurz mit Ihnen: Was lief gut, was sollte beim nächsten Mal anders sein? Gab es Auffälligkeiten? Bei wiederkehrenden Aufträgen wird der Plan so mit jedem Mal genauer.
Was Sie vorbereiten sollten
Je besser die Informationen, desto passender der Schutz. Hilfreich sind:
- Zeitplan mit Orten und Uhrzeiten,
- Personen, die geschützt werden sollen, und ihre Gewohnheiten,
- bisherige Vorfälle – Drohungen, Nachrichten, auffällige Begegnungen (Screenshots, Daten),
- besondere Wünsche: Diskretion, Kleidung, Sprache, Fahrzeug,
- Ansprechpartner, etwa Assistenz oder Familienmitglieder.
Nichts davon muss perfekt sein. Fehlendes klären wir gemeinsam.
Kurzfristige Anfragen
Manchmal entsteht der Bedarf über Nacht. Kurzfristige Anfragen nehmen wir an und prüfen sofort, was möglich ist. Wie schnell ein Einsatz beginnen kann, hängt von Ort, Umfang und Verfügbarkeit ab – deshalb nennen wir keine pauschalen Zeiten. Auch bei Eile gilt: Ein kurzes Erstgespräch und eine knappe Lageeinschätzung kommen immer zuerst. Schreiben Sie in Ihrer Anfrage, dass es dringend ist.
Für Veranstaltungen und Objekte gelten eigene Planungen, siehe Sicherheit für Veranstaltungen und Objektschutz in Hamburg, den wir gemeinsam mit Partnern umsetzen. Einen Überblick über uns finden Sie unter Sicherheitsdienst in Hamburg.
Ihr nächster Schritt
Wenn Sie überlegen, Personenschutz zu beauftragen, sprechen Sie zuerst mit uns – ohne Verpflichtung. Nutzen Sie das Anfrageformular für ein kostenloses, vertrauliches Erstgespräch.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es vom Erstgespräch bis zum Einsatz?
Das hängt vom Umfang ab. Ein einzelner Termin lässt sich schneller planen als eine mehrtägige Reise. Einen realistischen Zeitrahmen nennen wir im Erstgespräch.
Muss ich im Erstgespräch meinen Namen nennen?
Für ein erstes Orientierungsgespräch nicht unbedingt. Für Analyse, Angebot und Vertrag brauchen wir Ihre Angaben – sie bleiben vertraulich.
Was muss ich beim Personenschutz beauftragen beachten?
Prüfen Sie die Erlaubnis nach §34a GewO, fragen Sie nach Qualifikation der Einsatzkräfte, bestehen Sie auf einem schriftlichen Kostenvoranschlag und einem Vertrag. Seien Sie vorsichtig bei Pauschalversprechen.
Kann ich einen Bodyguard nur für ein paar Stunden buchen?
Ja, ab 4 Stunden. Der Richtwert liegt ab 142,80 € pro Stunde inkl. MwSt.; verbindlich ist der schriftliche Kostenvoranschlag.
Arbeiten Sie auch außerhalb Hamburgs?
Ja, deutschlandweit und nach Absprache in Europa.